¡Viva Méjico, cabrones!


Speed Dating in Zeiten der Casino-Überfälle
28/08/2011, 20:34
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So schnell kann es gehen – nach nur einem Monat wird man aus der heilen Welt gerissen und kann sich plötzlich nicht mehr sicher fühlen, wenn man auf die Straße geht. Oder?

Glücklicherweise ist es nicht ganz so schlimm wie es vielleicht aus der Ferne wirkt. Und nun ja, die meisten deutschen Korrespondenten leben auch nicht hier, sondern in Mexiko City oder gar in Argentinien. Mit anderen Worten: Die lesen auch nur Zeitung und gucken CNN.

Damit will ich gar nicht den Eindruck erwecken, dass das doch alles nur aufgebauscht ist und hier alles Friede, Freude, Eierkuchen sei, aber ich habe die Artikel, die bei Spiegel Online und sueddeutsche.de zum Überfall auf das Casino erschienen sind, aufmerksam verfolgt und möchte einen vielleicht etwas anderen Blickwinkel ermöglichen. Weiterlesen

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Ein paar Worte zum Unialltag

Die Zeit vergeht schnell, in Deutschland ist jetzt Urlaubszeit und in Mexiko steht bald die erste Zwischenprüfung an. Doch darüber hinaus schleicht sich langsam der Alltag ein. Das heißt vor allem: Weniger Einträge hier im Blog. Ich werde versuchen, jede Woche was zu veröffentlichen, aber viel mehr wird es wohl leider nicht werden. Ich habe aber schon eine Liste von Themen ausgearbeitet, auf die ich zurückgreifen kann, wenn nichts aufregendes passiert ist. So wie zum Beispiel heute. Darum reden wir doch nach zwei Wochen einmal über den Unialltag. Weiterlesen



Mein Besuch in einer evangelikalen Freikirche
14/08/2011, 19:38
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Hinweis: Es ist keineswegs meine Absicht, jemanden in seinem Glauben zu kränken, sondern dies stellt nur meine persönliche Sichtweise dar. Deshalb bitte ich darum, dass religiös empfindliche Leute nur die ersten Absätze lesen.

Vielleicht hat sich der Eine oder Andere bereits gefragt, warum ich denn bisher noch kein Wort über meine Freunde hier vor Ort verloren habe, mit denen ich Schlittschuhlaufen und ins Kino gehe. Der Grund ist denkbar einfach: Es gibt ein großes Aber und deswegen wollte ich bis zu einem geeigneten Moment warten, bis ich die Fünf vorstelle. Und dieses Aber hat mit meinem titelgebenden Kirchenbesuch zu tun. Denn sie sind christlich. Sehr christlich. Und das auf eine Art, wie sie für einen typischen sekulären Deutschen doch ein wenig befremdlich ist.

Ich und Freunde

Von links nach rechts: Enrique, Jaime, Vero, Mayra, Alex. Es fehlt: Lili

Wie aber bin ich aber dann an die Gruppe geraten? Weiterlesen



Grutas de García
14/08/2011, 18:22
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Am Samstag war ich bei einem Ausflug des Büros für die Internationalen Studenten dabei, der zu den in der Nähe gelegenen Grutas de García führte, einer großen Tropfsteinhöhle.

Gruppenfoto

Gruppenfoto vor dem Eingang

Wie es sich gehört, wurde hier wieder einmal die Faszination für die Seilbahn, die allen Lations innezuwohnen scheint (nicht, dass ich hier Stereotypen verbreiten würde), bedient, indem man über eine solche gemütlich zum Eingang der Höhle kommen konnte und sich nicht bei den für Monterrey zu dieser Jahreszeit typischen 40 Grad verausgaben musste. Da keine Gleitschirmflieger in der Nähe waren, gab es auch kein „Seilbahndrama“ (O-Ton SZ). *)

Was es in der Höhle zu sehen gab, mögen am Besten die Fotos zeigen. Mindestens einer der Franzosen gab sich aber enttäuscht – verständlich, wenn man aus einem Land kommt, in dem man ständig über Höhlen stolpert, die zumindest unser bis dato gesichertes Wissen über die Entwicklung der Menschheit über den Haufen werfen.

Der ominöse Weg

Der ominöse Weg von oben aus gesehen

Durch den Aufenthalt in der mit 18°C angenehm temperierten Höhle mussten einige von uns wohl übermütig geworden sein und entschlossen sich, den Berg hinunter zu laufen (was angeblich so um die 15 Minuten dauern sollte). Was von dieser Idee zu halten war, fasst am Besten ein auf halben Weg von einem Dänen ausgestoßener Fluch zusammen:

„Fuck! ‚Oh, let’s walk, that will be fun!‘ Who thinks like that? It’s 42 degrees and I’m still dumped! Fifteen minutes my ass…“

Wir kamen trotzdem irgendwann an und zumindest meine Restunbehaglichkeit konnte ich mit mit gestampften Bohnen gefüllten Tacos und einem halben Liter selbstgemachter Limonade (ja, das Zeug aus Zitronen – nicht die allgemeine deutsche Bezeichnung für ein kohlensäurehaltiges Erfrischungsgetränk auf Fruchtbasis) zufriedenstellend lösen. Aber immerhin hat sich das Aufstehen gelohnt. Seht selbst: Weiterlesen



Der Unterschied zwischen einer Elite-Uni und der TU Dresden…
08/08/2011, 19:53
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Wenn Seine Magnifizienz, Herr Professor Müller-Steinhagen, einmal wissen möchte, was die TU Dresden von einer echten Elite-Uni trennt (immerhin ist die Tec de Monterrey für die spanischsprachige Welt das, was das MIT für die englischsprachige Welt ist), dann sollte er sich vielleicht einfach die Begrüßungsrede für die Erstsemestler vom Rektor der Tec anhören. Da sich in meinem Bekanntenkreis schließlich auch der eine oder andere Studentenvertreter befindet, möchte ich den größten Schock gleich vorweg nehmen: Innerhalb der knapp einstündigen Rede war nicht einmal von Forschung oder gar von Geld die Rede, sondern es ging ausschließlich um ein Thema – was möchte die Uni für ihre Studenten tun und warum? Weiterlesen



Stress und Hektik aller Orten!
08/08/2011, 12:43
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Nachdem ich mir immerhin eine halbe Woche Urlaub gönnen durfte und danach eine ganze Woche eine ruhige Kugel geschoben habe, kommt es jetzt natürlich knüppeldick: Nicht nur, dass ich die Hausarbeit, die ich seit vier Monaten vor mir hergeschoben habe, dieses Wochenende schreiben musste und heute die Uni begann (wenn ich in allen Kursen soviele Aufgaben ausserhalb des Unterrichts aufgebrummt bekomme, dann brauch ich mir um Langeweile bis Ende November keine Gedanken machen…), nein, mein Laptop-Bildschirm meinte gestern auch, jetzt vollkommen zu spinnen anfangen zu müssen. Es scheint zwar nur ein Wackelkontakt zu sein, aber wenn sich das nicht reparieren lässt, werde ich mir ernsthaft überlegen müssen, ob ich mir hier vor Ort einen neuen kaufe (was eigentlich nicht im Budget eingeplant ist). Aber so toll ist es nicht, hier im überfüllten Computerkabinett sitzen zu müssen. Und da eigentlich alles über das Internet läuft, wäre ein eigener Rechner zu Hause schon nicht schlecht…

Von daher: Drückt mir die Daumen!



Stundenplan

Schlittschuhlaufen mit Jaime

Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal in kurzen Hosen Schlittschuhlaufen war...

Entschuldigt, dass ich nicht häufiger schreibe, aber wenn man sich andauernd Captain America anschauen (sogar mit deutschem Akzent für die Nazis – ich spreche wie die böse Wissenschaftler, wurde mir nachher bestätigt) und Schlittschuhlaufen (jetzt im Ernst – da bin ich in Deutschland seit gefühlt zehn Jahren nicht mehr Schlittschuhlaufen gewesen und kaum hat es mal 40 Grad fange ich wieder damit an?) muss, kommt man einfach nicht dazu, hier etwas zu schreiben.

Aber ihr sollt ja wenigstens im Groben informiert werden, was hier so passiert (und gerade am Anfang passiert bekanntlich viel), weswegen ihr hier exklusiv meinen ab morgen gültigen Stundenplan präsentiert bekommt. Das er so aussieht, wie er aussieht ist Zufall, da es hier eigentlich keine festen Doppelstunden gibt.

Meine Kurse:

  • Sociedad, desarollo y ciudadania en México
    Gesellschaft, Entwicklung und Staatsbürgerschaft in Mexiko
    Mo/Mi, 10.30 – 12.00
  • Guionismo para medios audiovisuales
    Drehbücher Schreiben für audiovisuelle Medien
    Di/Do, 13.30 – 15.00
  • Doing Business in Latin America
    Kurs auf Englisch
    Mo/Mi, 16.30 – 18.00
  • Liderazgo
    Führungsverhalten
    Mo/Mi, 13.30 – 15.00
  • Comportamiento organizacional y desarollo del talento humano
    Organisiertes Verhalten und Entwicklung des menschlichen Könnens *
    Di/Do, 10.30 – 12.00

Wie ihr seht, konnte ich den Kurs Sistemas de Transporte, der als einziger meiner Vertiefungsrichtung nahekommt, nicht belegen – allerdings in erster Linie, weil er voll war. Vielleicht klappt es ja nächstes Semester. Dafür bin ich aber auf den Leadership-Kurs, der in der Beschreibung sehr interessant klang, sowie auf das Drehbücher Schreiben gespannt. Und noch viel wichtiger: Freitags habe ich frei!

* Man merkt, ein schwer übersetzbares Konzept – im Spanischen ist aber klar, was gemeint ist.