¡Viva Méjico, cabrones!


What happens in Aguas stays in Aguas

Am Mittwoch hatte ich zum letzten Mal in meinem Leben einen Unikurs. Was, wenn mir diese Bemerkung erlaubt sei, nach 10 Semestern auch langsam Zeit wurde! Schließlich möchte man irgendwann einmal dann doch aus der Theorie in die Praxis wechseln.

Bevor es aber soweit ist, stehen jedoch noch drei Abschlussklausuren an, bevor es zusammen mit Dominique noch ein wenig durch Mexiko geht. Und damit das Reisen auch wirklich klappt, bin ich über das Wochenende sozusagen als Generalprobe auf die Feria Nacional de San Marcos in Aguascalientes gefahren. Weiterlesen

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Ecuador is lovely this time of year

Nun sind auch die Fotos für den vorherigen Beitrag nachgereicht, denn aus irgendeinem Grund will derzeit nur der Internet Explorer Fotos bei WordPress hochladen. Aber das kann euch ziemlich egal sein, denn mit solchen Problemen darf ich mich herumschlagen.

Nicht egal sein sollte euch dagegen, was man eigentlich in Ecuador so machen kann, wenn denn alle Verwandten besucht sind und tellerweise fanesca, das traditionelle Karfreitagsgericht Ecuadors, verschlungen sind. Denn Ecuador lohnt immer eine Reise, wie ich gar nicht genug betonen kann. Aufgrund meines kurzen Aufenthalts fielen zwar klassische Ziele wie ein kurzer Abstecher nach Guayaquil flach, aber ein wenig herum gekommen bin ich dennoch. Weiterlesen



Howdy, Partner!

Als erstes gleich vorneweg: Nein, ich bin nicht vom Erdbeben betroffen, das Epizentrum ist ca. 1000 Kilometer von Monterrey entfernt (ja, Mexiko ist groß!).

Damit aber auch genug von Mexiko gesprochen, kommen wir einmal zu einem ganz anderen Land, welches zufälligerweise ungefähr genauso weit von Monterrey entfernt ist wie Polen es von Dresden ist: den USA!

Schließlich ging mir langsam auf, dass ich nicht mehr viel Zeit in Monterrey verbringen werde und ich langsam einmal handeln sollte, wenn ich denn tatsächlich die Chance nutzen und Texas einen Besuch abstatten wollte.

Gesagt, getan, also ging ich letzte Woche Mittwoch zum Fahrkartenschalter (für Busse – mit Eisenbahnen hat man es nicht so in Monterrey) in der Tec und kaufte mir mein Ticket für die Nacht von Donnerstag auf Freitag nach San Antonio, der ersten großen Stadt in Texas von Monterrey aus. Weiterlesen



Nachtexpress nach Chihuahua
24/11/2011, 18:01
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Nicht nur das Semesterende nähert sich mit großen Schritten (gestern war mein letzter Unitag für dieses Jahr), nein, auch Weihnachten wirft seinen Schatten in Form von Weihnachtskitsch voraus. Natürlich möchte meine mich beherbergende Gastuni da nicht außen vor bleiben und so funkelt der Kunstschnee und erstrahlen die zu Zuckerstangen verwandelten Lampenmasten, dass es nur so seine Art hat. Der Kunstschnee ist dabei vor allem deswegen notwendig, weil es wohl schon ein Weilchen her ist, seitdem es in Monterrey das letzte Mal geschneit haben muss. Derzeit sieht es auch nicht danach aus, als ob es morgen anfangen würde – es hat immer noch seine 25 Grad zur Mittagszeit. Trotzdem, weiße Weihnacht ist in und so dürfen sich Schnee- und Weihnachtsmänner in allen möglichen Spielarten in den Geschäften und Privathäusern tummeln. Wer jetzt aber reflexartig etwas vom amerikanischen Kulturimperialismus denkt, dem möchte ich mit auf dem Weg geben, dass der Hang zu kitschiger Wohnungsdekoration ein weltweites Phänomen ist und die einheitliche Weihnachtsdekoration wohl eher mit den Produktpaletten chinesischer Sweat Shops zu erklären ist als mit der dennoch nicht klein zu redenden Manie, in vielen amerikanischen Eigenheiten den alles entscheidenden Faktor zwischen dem reichen Norden und dem armen Süden zu suchen, den man nur kopieren müsse, um endlich, endlich dem eigenen Minderwertigkeitskomplex entkommen zu können. Aber ich verrenne mich gerade wieder in sozialwissenschaftlichen Hypothesen und schwenke daher unelegant zum Thema zurück. Denn dass ich die Weihnachtsdekoration überhaupt erwähne, ist dem feinen Sinn der campuseigenen Rehe für das kleine Sahnehäubchen oben drauf geschuldet. Weiterlesen



Drei Tage wach (in Guanajuato)

Wenn jemand einmal ein ausgelassenes Partywochenende verbringen möchte, so kann ich ihm nur das Abschlusswochenende des Festival Cervantino in Guanajuato ans Herz liegen. Guanajuato? Jawohl, Guanajuato! Ich gebe zu, dass ich den Namen das erste Mal gehört habe, als ich von meinem guten Freund Martin (der Debattierer, nicht der Lette) darüber aufgeklärt wurde, dass er dort sein Austauschjahr verbracht hat. In der Folgezeit schwärmte er mir dann des Öfteren von diesem Ort vor und darum war mir von Anfang an klar, dass ich einmal vorbeischauen muss. Weiterlesen



Saltillo, das Hannover Mexikos?
21/09/2011, 23:12
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Eine provokante Frage, denn wenn es eine Stadt gibt, mit der nun wirklich keine Stadt der Welt verglichen werden möchte, dann ist es bestimmt Hannover (allenfalls Braunschweig kann da noch mithalten; ich bin übrigens Oldenburger, falls das für die Auswahl der Städte relevant gewesen sein könnte *RÄUSPER*).

Darum will ich Saltillo auch schnell von diesem Vorwurf frei sprechen: Saltillo ist eher wie ein mexikanische Version von Stuttgart, nur dass die Leute nicht ganz so viel Geld auf der hohen Kante haben. Weiterlesen



Grutas de García
14/08/2011, 18:22
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Am Samstag war ich bei einem Ausflug des Büros für die Internationalen Studenten dabei, der zu den in der Nähe gelegenen Grutas de García führte, einer großen Tropfsteinhöhle.

Gruppenfoto

Gruppenfoto vor dem Eingang

Wie es sich gehört, wurde hier wieder einmal die Faszination für die Seilbahn, die allen Lations innezuwohnen scheint (nicht, dass ich hier Stereotypen verbreiten würde), bedient, indem man über eine solche gemütlich zum Eingang der Höhle kommen konnte und sich nicht bei den für Monterrey zu dieser Jahreszeit typischen 40 Grad verausgaben musste. Da keine Gleitschirmflieger in der Nähe waren, gab es auch kein „Seilbahndrama“ (O-Ton SZ). *)

Was es in der Höhle zu sehen gab, mögen am Besten die Fotos zeigen. Mindestens einer der Franzosen gab sich aber enttäuscht – verständlich, wenn man aus einem Land kommt, in dem man ständig über Höhlen stolpert, die zumindest unser bis dato gesichertes Wissen über die Entwicklung der Menschheit über den Haufen werfen.

Der ominöse Weg

Der ominöse Weg von oben aus gesehen

Durch den Aufenthalt in der mit 18°C angenehm temperierten Höhle mussten einige von uns wohl übermütig geworden sein und entschlossen sich, den Berg hinunter zu laufen (was angeblich so um die 15 Minuten dauern sollte). Was von dieser Idee zu halten war, fasst am Besten ein auf halben Weg von einem Dänen ausgestoßener Fluch zusammen:

„Fuck! ‚Oh, let’s walk, that will be fun!‘ Who thinks like that? It’s 42 degrees and I’m still dumped! Fifteen minutes my ass…“

Wir kamen trotzdem irgendwann an und zumindest meine Restunbehaglichkeit konnte ich mit mit gestampften Bohnen gefüllten Tacos und einem halben Liter selbstgemachter Limonade (ja, das Zeug aus Zitronen – nicht die allgemeine deutsche Bezeichnung für ein kohlensäurehaltiges Erfrischungsgetränk auf Fruchtbasis) zufriedenstellend lösen. Aber immerhin hat sich das Aufstehen gelohnt. Seht selbst: Weiterlesen