¡Viva Méjico, cabrones!


Todos los Santos y Día de Muertos
02/11/2011, 12:11
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Eigentlich, eigentlich…

Eigentlich sollte hier ja erst etwas zu meinem Wochenende in Guanajuato erscheinen. Aber leider Gottes geht das Semester seinem Ende entgegen und es lag daher einiges an, was ich erst erledigen musste, bevor ich mich an einen neuen Blogeintrag setzen konnte.

Ein Altar auf dem Campus der Tec

Ein Altar auf dem Campus der Tec

Darum gibt es jetzt zuerst ein paar Worte zum berühmten Tag der Toten, dem Día de Muertos. Weiterlesen



Drei Geburtstage und ein Todesfall
05/10/2011, 03:13
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Ganz am Anfang eine Entschuldigung an die Adresse der Bundesregierung: Anders als von mir stets kolportiert, gibt es sehr wohl einen deutschen Honorarkonsul in Monterrey. Die Falschinformation stammt einmal mehr aus meinem treuen Begleiter, dem schlechtesten Reiseführer der Welt: Dem deutschsprachigen Lonely Planet für Mexiko!

Auch der Titel dieses Posts führt ein wenig in die Irre, denn um die drei Geburtstage soll es ebenfalls nur am Rande gehen. Aber es war eine gute Gelegenheit, einmal mehr ein popkulturelles Zitat für die Überschrift zu missbrauchen.

Prinzipiell lässt sich das mit den drei Geburtstagen schnell erklären: Am Freitag war ich auf einer Geburtstagsparty, am Sonntag auf zwei Geburtstagsfeiern (Party wäre hier doch etwas übertrieben). Während ich bei ersterer Feierlichkeit nicht einmal den Namen des Gastgebers kenne, da ich von meinem Deutsch-Tandem-Partner Marco angeschleppt wurde und es eine dieser typischen mexikanischen „Kommt vorbei, habt Spaß und werdet beste Freunde für eine Nacht!“-Partys war, waren die beiden anderen Festivitäten zu Ehren der selben Person, Vero (ein Who is Who meiner Freunde hier vor Ort folgt auch irgendwann; nur so viel – sie ist aus der christlichen Ecke).

Grund für die beiden Feierlichkeiten war die Tatsache, dass wir zuerst eine Art Kindergeburtstag in der Casa Hogar gefeiert haben, in der wir ehrenamtlich helfen (auch hier folgt irgendwann ein Bericht). Casa Hogar bezeichnet eigentlich ein Waisenheim, aber das wäre in diesem Fall falsch, da die Kinder durchaus Eltern haben, diese sich aber nicht um sie kümmern können. Es ist alles ein bisschen kompliziert, aber wie gesagt, ein eigener Bericht folgt, in dem ich das alles näher erläutert werden kann.

Auf jeden Fall waren wir um die Mittagszeit herum in der Casa Hogar und haben für die Kinder und Vero einen richtigen mexikanischen Kindergeburtstag mit Piñata und Pastelazo gefeiert (drei Mal dürft ihr raten, wer beim Pastelazo als erster dran war…). Anschließend ging es dann weiter zu Vero, wo es Hamburger vom Grill gab – die gegrillten Hamburger sind meiner Meinung nach eine der Spezialitäten hier in Monterrey (ja, auch zum Essen folgt noch ein Eintrag). Dazu sollte man vielleicht außerdem wissen, dass es keineswegs selbstverständlich ist, dass man von Mexikanern nach Hause eingeladen wird. Mit „nach Hause“ meine ich dabei nicht die Studentenbutze, sondern bei den Eltern zuhause (wo im Prinzip jeder unverheiratete Mexikaner wohnt). Auch Freunde, die Vero schon weitaus länger kennen als ich, waren zum ersten Mal bei ihr.

Was aber hat es nun mit diesem ominösen Todesfall auf sich? Nun, am Sonntag morgen war ein guter Freund der meisten meiner christlichen Freunde ziemlich plötzlich und unerwartet gestorben. Schon den ganzen Tag war das natürlich ein Thema und als am Abend einige zur Andacht im Leichenschauhaus weiterfuhren, schloss ich mich spontan an, denn wann hat man sonst die Gelegenheit, eine mexikanische Trauerfeier zu erleben? Außerdem interessiere ich mich seit meinem Zivildienst für den Umgang mit Toten.

Ich möchte aber noch einmal explizit darauf hinweisen, dass es eine evangelikale Trauerfeier und außerdem nur sehr wenig Familie – und das auch erst zur richtigen Andacht – anwesend war. Trotzdem möchte ich gerne meine Eindrücke einer mexikanischen Trauerfeier teilen. Weiterlesen



Mein Besuch in einer evangelikalen Freikirche
14/08/2011, 19:38
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Hinweis: Es ist keineswegs meine Absicht, jemanden in seinem Glauben zu kränken, sondern dies stellt nur meine persönliche Sichtweise dar. Deshalb bitte ich darum, dass religiös empfindliche Leute nur die ersten Absätze lesen.

Vielleicht hat sich der Eine oder Andere bereits gefragt, warum ich denn bisher noch kein Wort über meine Freunde hier vor Ort verloren habe, mit denen ich Schlittschuhlaufen und ins Kino gehe. Der Grund ist denkbar einfach: Es gibt ein großes Aber und deswegen wollte ich bis zu einem geeigneten Moment warten, bis ich die Fünf vorstelle. Und dieses Aber hat mit meinem titelgebenden Kirchenbesuch zu tun. Denn sie sind christlich. Sehr christlich. Und das auf eine Art, wie sie für einen typischen sekulären Deutschen doch ein wenig befremdlich ist.

Ich und Freunde

Von links nach rechts: Enrique, Jaime, Vero, Mayra, Alex. Es fehlt: Lili

Wie aber bin ich aber dann an die Gruppe geraten? Weiterlesen