¡Viva Méjico, cabrones!


Sie kann es!
25/04/2012, 22:29
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Naja, so ganz sicher bin ich mir da eigentlich nicht und für meine vorsichtig formulierte Meinung, dass Josefina Vázquez Mota unter Umständen eine gute Präsidentin sein könnte, wurde ich von einigen Freunden auf Facebook gleich zurück gepfiffen. Aber die Anspielung war einfach zu gut, um sie links liegen zu lassen.

Worum geht es also? Um die anstehenden mexikanischen Präsidentschaftswahlen, natürlich! Die FEITESM (entspricht in etwa dem Studentenrat der TU Dresden) hat die Kandidaten für die im Juli anstehenden Präsidentschaftswahlen eingeladen und immerhin zwei der vier sind gekommen (angeblich wird noch versucht, auch die beiden übrigen Kandidaten noch an die Tec zu holen, aber ich glaube kaum, dass sie es tun werden – der eine muss befürchten, ausgelacht zu werden, während der andere kaum mit den Stimmen der Studenten der Tec rechnen kann). Während gestern der chancenlose Kandidat der Panal, Gabriel Quadri de la Torre, sein Stelldichein gab, kam heute Josefina Vázquez Mota, die Kandidatin der aktuellen Regierungspartei PAN. Ich habe mich schon einmal zur mexikanischen Politik geäußert und auch wenn ich den Wahlkampf eher am Rande verfolge, habe ich die Chance genutzt, ein wenig mehr über ihr Programm zu erfahren. Weiterlesen

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Die innere Sicherheit
24/01/2012, 01:09
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Nun ist es offiziell: Monterrey ist Mitglied geworden im Club der 50 gefährlichsten Städte der Welt (zumindest von dem Teil der Welt, der Statistikdaten im Internet veröffentlicht). Mit stolzen 1680 im letzten Jahr offiziell in der Metropolregion gemeldeten Morden, die einer Gewaltrate von 40,38 Morden pro 100.000 Einwohnern entsprechen, musste man nur 37 Städten den Vortritt lassen. Darunter natürlich viele mexikanische Städte, aber auch andere lateinamerikanische Staaten, die USA und Südafrika sind konkurrenzfähig. Keine schönen Nachrichten, trotz der vorherrschenden Meinung, dass sich die Situation seit dem Anschlag aufs Casino Royale entspannt hätte.

Zusammengestellt wurden die Daten von der mexikanischen NGO Consejo Ciudadano para la Seguridad Pública y Justicia Penal, aber darauf aufmerksam wurde ich durch Proceso, einer Art mexikanischem Spiegel (mit der Relevanz von Der Freitag – man hat davon vielleicht gehört, aber keiner, den man kennt, hat das Blatt jemals gelesen). Proceso stellt seit einigen Wochen meine Informationsquelle über die Geschehnisse in Mexiko dar. Irgendwann ging mir mir nämlich auf, dass es nicht so toll ist, wenn man zwar in einem Land lebt, sich auch versucht, soweit wie möglich zu integrieren, aber nicht einmal mitbekommt, wer eigentlich die Kandidaten für die Präsidentschaftswahlen am 2. Juli sind.

Ob Proceso dabei die beste Wahl ist, sei erst einmal dahingestellt, denn es fällt nicht schwer, bei der Lektüre gewisse Tendenzen wahrzunehmen. Weiterlesen