¡Viva Méjico, cabrones!


Adio, adio Mexiko…
09/06/2012, 12:00
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…ich grüß mit meinem Sombrero, te quiero, ich habe dich so lieb!

– Rex Gildo, eigentlich ständig und überall

Wenn man wieder einmal im Lande ist (womit ich jetzt ausnahmsweise einmal Deutschland meine), wird es Zeit, dass man das Jahr in Mexiko ein wenig Revue passieren lässt. Eigentlich ist es dazu noch etwas zu früh, aber da ich weiß, dass dies wahrscheinlich mein letzter Eintrag in diesem Blog sein wird, ignoriere ich die Tatsache, dass ich zum Zeitpunkt, an dem ich diese Zeilen schreibe, erst seit drei vollen Tagen wieder im Lande bin. Weiterlesen

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Blick zurück aufs Studienglück
09/05/2012, 19:55
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Es ist vollbracht – heute habe ich meine letzte Klausur in diesem Studium geschrieben! Vorbei die seligen Zeiten, in denen man sich in viel zu kleine Stühlchen quetschte. Jetzt warte ich nur noch, dass die Zeit vergeht und dann geht es im Luxusbus ab in den Distrito Federal, bei uns auch unter dem Namen Mexiko City geläufig. Dort treffe ich morgen Dominique und dann geht es noch einmal quer durch Mexiko.

Aber davor möchte ich euch natürlich die fünf Erkenntnisse über dieses Semester nicht vorenthalten:

  1. Wieso läuft eigentlich im Bankensektor so viel schief, wenn sich doch das ganze BWL-Studium scheinbar folgendermaßen zusammenfassen lässt: Benutze deinen gesunden Menschenverstand und sieh zu, dass am Ende des Tages genug Geld in der Kasse ist. Wie schafft man es, selbst diesen einen Satz in der täglichen Arbeit immer wieder zu vergessen?
  2. Das ganze Geheimnis des Personalmanagements lautet: Du als Chef bist für deine Untergebenen immer und in allen Situationen verantwortlich. Wenn du einmal nicht weiter weißt: Frag den Personaler. Das ist schon alles.
  3. Man kann auch sehr gute Hausarbeiten über Rapunzel – neu verföhnt schreiben…
  4. Das Problem besteht nicht darin, die Theorie der Lernenden Organisationen zu verstehen, sondern darin, sie anzuwenden!
  5. Mexiko braucht dringend Verkehrswissenschaftler. Dringend!


El Alma Mexicana
05/05/2012, 20:24
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Wie ich gerade so faul nach meiner vorletzten Klausur zu Unizeiten im Internet surfe, bin ich auf eine interessante Serie der Süddeutschen Zeitung zum Thema Lateinamerika gestoßen: Das neue Lateinamerika. Es zieht sich bei mir zwar alles zusammen, wenn darin behauptet wird, dass Evo Morales der erste indigene Präsident Lateinamerikas wäre (das hat Benito Juárez nun wirklich nicht verdient), aber ansonsten freue ich mich, dass wenigstens überhaupt jemand in Deutschland bemerkt, dass hier eine ganze Region kurz vor dem Explodieren ist. Die TU Dresden zumindest sieht es offensichtlich nicht so, denn ein Begleitstudium, in dem Studenten verschiedener Studiengänge gemeinsame Seminare zu einem fächerübergreifenden Themenkomplex haben? Pfui, weg damit! Wir brauchen doch Platz, damit wir in Zukunft interdisziplinär in Clustern arbeiten können!

Aber wo wir schon einmal gerade dabei sind über Lateinamerika und damit auch indirekt über Mexiko zu reden: Das folgende Video von ITDP Mexico sorgte letztens auf einigen verkehrsspezifischen Seiten für Furore, da es sehr gut die externen Effekte des Autoverkehrs beschreibt. Weiterlesen



Dann gründe ich eben meine eigene Universität – mit Blackjack und Noten!

Erst vor Kurzem ist mir aufgegangen, dass ich schon in knapp zwei Wochen wieder einmal in Ecuador sein werde und endlich meine „Neffen“ kennenlernen werde. Sprich: In etwa zweieinhalb Monaten ist auch mein Mexiko-Abenteuer schon wieder vorbei. Eine gute Gelegenheit, um sich schon einmal ein ganz klein wenig auf die Sachen zu freuen, die mich in Deutschland erwarten. Vegetarische Hauptgerichte, zum Beispiel. Mein Fahrrad. Bis ein Uhr nachts im Biergarten sitzen. Heizungen (nicht, dass ich gerade eine bräuchte – im Gegenteil, ich freue mich über meine Klimaanlage – aber ich werde es im Herbst und Winter lieben, in einer isolierten Wohnung zu sitzen und die Heizung aufzudrehen).

Und natürlich Brot. Abgesehen von den wenigen Momenten, in denen hier eine Heizung angebracht wäre, ist die komplett fehlende Brotkultur hier in Monterrey das Schlimmste. Während es in Zentral- und Südmexiko überall Bäckereien gibt, die ganz Passables für den kleinen Hunger zwischendurch produzieren, kenne ich in Monterrey in meiner näheren Umgebung nur eine Bäckerei. Die ist dafür aber auch gleich Bio und Vollkorn und leider Gottes eine Viertelstunde Fußmarsch von mir entfernt – dazu auch noch in die andere Richtung als die Tec! Das einzige, was morgens einigermaßen als Frühstück außer Haus geeignet ist, sind die viel zu süßen Donuts (oder donas, wie es auf Spanglisch heißt) vom 7-Eleven. Nicht gerade hohe Bäckerskunst, aber dafür wahrscheinlich hygienischer als wenn man bei gewissen deutschen Großbäckereien einkaufen würde…

Aber lassen wir das – jetzt bin ich eben in Nordmexiko und hier gibt es kein Brot, Punkt, aus fertig! Dafür gibt es aber lustige Notensysteme, die ich schon einmal kurz angesprochen habe. Vor dem Hintergedanken, dass dieser Blog vielleicht auch Leuten helfen kann, die selber mit dem Gedanken spielen, zum Austausch nach Mexiko zu gehen (auch wenn Mexiko sich ja gerade alle Mühe macht, niemanden auf diese Idee zu bringen), will ich jetzt noch einmal genauer darauf eingehen. Weiterlesen



Straßenverkehrstechnik & Medizin
29/02/2012, 18:05
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Tja, es hat mich also doch erwischt: Ich bin richtig krank geworden. Zwar wohl allen Anschein nach kein Virus (ich habe schließlich Antibiotika verschrieben bekommen), aber trotzdem lag ich am Sonntag ziemlich flach. Ich bin gar nicht erst auf die Idee gekommen, aus dem Haus zu gehen, weswegen mich die Nachricht, dass meine Vermieterin gestorben ist, etwas überraschte. Zugegebenermaßen werde ich da nicht der Einzige sein, denn es hat sich nicht gerade abgezeichnet, da sie sich eigentlich langsam von ihrem Schlaganfall im Oktober erholte (es scheint, als ob ich das nie erwähnt habe – jetzt wisst ihr’s!). Krankheit hin oder her, natürlich habe ich mich Jaime angeschlossen und bin zu ihrer Aufbahrung (oder velorio) gefahren.

Ändern wird sich dadurch allerdings nicht sonderlich viel, da das Haus ohnehin schon seit dem Schlaganfall von ihrem Sohn verwaltet wird. Obdachlos werde ich also wohl nicht werden. Jetzt hoffen wir einfach, dass die Erben keinen Streit beginnen und die gute doña Linda ihren Frieden findet.

Zur Einäscherung konnte ich dann leider nicht, da ich parallel Uni hatte. Was ich dann aber wiederum dafür nutzte, um die Krankenstation der Uni aufzusuchen Weiterlesen



Das ist der Beweis – Überschriften wirken!

Es tut mir Leid, aber mir fiel wirklich nichts besseres für diesen Titel ein! Ich hätte mir vielleicht was zum Wetter überlegen können, denn das ist zur Zeit etwas, äh, launisch. Während es am Sonntag so kalt war, dass mir nach sechs Stunden in der Küche sitzen meine Füße energisch absterben wollten, knallte die Sonne am Montag mit einer solchen Kraft, dass ich trotz T-Shirt schwitzte. Hoffen wir, dass es erst einmal so bleibt.

Aber das Wetter war noch nie ein tolles Thema außer für den Small Talk mit Amerikanern und daher wechseln zu einem anderen Thema, das mich derzeit beschäftigt: Weiterlesen



Mexiko – eine Bilanz
30/01/2012, 20:22
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Heute ist einer dieser Tage, an denen man sich dazu zwingen muss zu schreiben. Aber es nützt ja nichts, ich habe es schließlich das ganze Wochenende vor mich hergeschoben und ein wenig Disziplin kann auch nicht schaden. Nur die wirklich schlechte Anspielung im Titel bitte ich zu verzeihen.

Warum aber eine Bilanz? Ganz simpel, vor einem halben Jahr (plus vier bis fünf Tage, je nach Blickwinkel) bin ich nach Mexiko aufgebrochen: Am 27. Juli 2011 habe ich also zum ersten Mal in meinem Leben mexikanischen Boden betreten. Und da wir Menschen es mit einprägsamen Zahlen, auch gerne „Jubiläen“ genannt, haben, scheint es an der Zeit, ein wenig Bilanz zu ziehen. Weiterlesen