¡Viva Méjico, cabrones!


Dann gründe ich eben meine eigene Universität – mit Blackjack und Noten!

Erst vor Kurzem ist mir aufgegangen, dass ich schon in knapp zwei Wochen wieder einmal in Ecuador sein werde und endlich meine „Neffen“ kennenlernen werde. Sprich: In etwa zweieinhalb Monaten ist auch mein Mexiko-Abenteuer schon wieder vorbei. Eine gute Gelegenheit, um sich schon einmal ein ganz klein wenig auf die Sachen zu freuen, die mich in Deutschland erwarten. Vegetarische Hauptgerichte, zum Beispiel. Mein Fahrrad. Bis ein Uhr nachts im Biergarten sitzen. Heizungen (nicht, dass ich gerade eine bräuchte – im Gegenteil, ich freue mich über meine Klimaanlage – aber ich werde es im Herbst und Winter lieben, in einer isolierten Wohnung zu sitzen und die Heizung aufzudrehen).

Und natürlich Brot. Abgesehen von den wenigen Momenten, in denen hier eine Heizung angebracht wäre, ist die komplett fehlende Brotkultur hier in Monterrey das Schlimmste. Während es in Zentral- und Südmexiko überall Bäckereien gibt, die ganz Passables für den kleinen Hunger zwischendurch produzieren, kenne ich in Monterrey in meiner näheren Umgebung nur eine Bäckerei. Die ist dafür aber auch gleich Bio und Vollkorn und leider Gottes eine Viertelstunde Fußmarsch von mir entfernt – dazu auch noch in die andere Richtung als die Tec! Das einzige, was morgens einigermaßen als Frühstück außer Haus geeignet ist, sind die viel zu süßen Donuts (oder donas, wie es auf Spanglisch heißt) vom 7-Eleven. Nicht gerade hohe Bäckerskunst, aber dafür wahrscheinlich hygienischer als wenn man bei gewissen deutschen Großbäckereien einkaufen würde…

Aber lassen wir das – jetzt bin ich eben in Nordmexiko und hier gibt es kein Brot, Punkt, aus fertig! Dafür gibt es aber lustige Notensysteme, die ich schon einmal kurz angesprochen habe. Vor dem Hintergedanken, dass dieser Blog vielleicht auch Leuten helfen kann, die selber mit dem Gedanken spielen, zum Austausch nach Mexiko zu gehen (auch wenn Mexiko sich ja gerade alle Mühe macht, niemanden auf diese Idee zu bringen), will ich jetzt noch einmal genauer darauf eingehen. Weiterlesen

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Scripted Reality
03/12/2011, 17:43
Filed under: Méjico | Schlagwörter: , , , ,

Jetzt hat es doch ein wenig länger gedauert als gedacht, aber ich schulde euch schließlich noch eine Zusammenfassung zum Drehbuch-Kurs (ob es euch allerdings auch interessiert, ist jetzt eine ganz andere Geschichte).

Vorab die gute Nachricht: Ich bleibe nicht nur ein weiteres Semester hier in Monterrey, ich bleibe sogar freiwillig. Wie mir nämlich in den letzten Tagen aufgefallen ist, sind einige Austauschstudenten wohl heilfroh, wieder zurück in die Heimat zu kommen. Okay, wenn man zweimal in nur vier Monaten überfallen wird, ist das wahrscheinlich sogar eine sehr naheliegende Sichtweise, aber trotzdem – mich erstaunt es, denn ich bin gerne in diesem Millionen-Moloch mit Dauersmog und Polizeihubschraubern und 24-Stunden-Supermärkten. Aber dazu morgen mehr.

Heute geht es dagegen um meinen Drehbuch-Kurs. Weiterlesen



Aller guten Dinge sind drei

Es tut mir Leid, dass ich wieder so lange auf mich habe warten lassen, aber derzeit sind die bereits erwähnten Zwischenprüfungen und wenn ich nicht gerade prokrastiniere habe ich daher immer was zu tun. So musste ich gestern ein Essay über Steve Jobs abgeben (das Nebenprodukt dieser Arbeit könnt ihr hier lesen) und heute meine drei potenziellen Ideen für Drehbücher, von denen ich eine bis zum Ende des Semesters ausarbeiten muss. Und da ich gerade nicht weiß, was ich sonst schreiben soll, stelle ich euch die drei Ideen hier kurz vor und lasse euch darüber abstimmen, welche euch besser gefällt. Weiterlesen



Ein paar Worte zum Unialltag

Die Zeit vergeht schnell, in Deutschland ist jetzt Urlaubszeit und in Mexiko steht bald die erste Zwischenprüfung an. Doch darüber hinaus schleicht sich langsam der Alltag ein. Das heißt vor allem: Weniger Einträge hier im Blog. Ich werde versuchen, jede Woche was zu veröffentlichen, aber viel mehr wird es wohl leider nicht werden. Ich habe aber schon eine Liste von Themen ausgearbeitet, auf die ich zurückgreifen kann, wenn nichts aufregendes passiert ist. So wie zum Beispiel heute. Darum reden wir doch nach zwei Wochen einmal über den Unialltag. Weiterlesen



Stundenplan

Schlittschuhlaufen mit Jaime

Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal in kurzen Hosen Schlittschuhlaufen war...

Entschuldigt, dass ich nicht häufiger schreibe, aber wenn man sich andauernd Captain America anschauen (sogar mit deutschem Akzent für die Nazis – ich spreche wie die böse Wissenschaftler, wurde mir nachher bestätigt) und Schlittschuhlaufen (jetzt im Ernst – da bin ich in Deutschland seit gefühlt zehn Jahren nicht mehr Schlittschuhlaufen gewesen und kaum hat es mal 40 Grad fange ich wieder damit an?) muss, kommt man einfach nicht dazu, hier etwas zu schreiben.

Aber ihr sollt ja wenigstens im Groben informiert werden, was hier so passiert (und gerade am Anfang passiert bekanntlich viel), weswegen ihr hier exklusiv meinen ab morgen gültigen Stundenplan präsentiert bekommt. Das er so aussieht, wie er aussieht ist Zufall, da es hier eigentlich keine festen Doppelstunden gibt.

Meine Kurse:

  • Sociedad, desarollo y ciudadania en México
    Gesellschaft, Entwicklung und Staatsbürgerschaft in Mexiko
    Mo/Mi, 10.30 – 12.00
  • Guionismo para medios audiovisuales
    Drehbücher Schreiben für audiovisuelle Medien
    Di/Do, 13.30 – 15.00
  • Doing Business in Latin America
    Kurs auf Englisch
    Mo/Mi, 16.30 – 18.00
  • Liderazgo
    Führungsverhalten
    Mo/Mi, 13.30 – 15.00
  • Comportamiento organizacional y desarollo del talento humano
    Organisiertes Verhalten und Entwicklung des menschlichen Könnens *
    Di/Do, 10.30 – 12.00

Wie ihr seht, konnte ich den Kurs Sistemas de Transporte, der als einziger meiner Vertiefungsrichtung nahekommt, nicht belegen – allerdings in erster Linie, weil er voll war. Vielleicht klappt es ja nächstes Semester. Dafür bin ich aber auf den Leadership-Kurs, der in der Beschreibung sehr interessant klang, sowie auf das Drehbücher Schreiben gespannt. Und noch viel wichtiger: Freitags habe ich frei!

* Man merkt, ein schwer übersetzbares Konzept – im Spanischen ist aber klar, was gemeint ist.